Klasse 2000
Unsere Schule nimmt seit über 4 Jahren am Gesundheitsprojekt Klasse 2000 teil. Dieses ist ein Programm zur Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung im Bereich der Grundschule.
"Klasse2000 ist das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung im Grundschulalter. Es begleitet Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse und setzt dabei auf die Zusammenarbeit von Lehrkräften, externen Gesundheitsförderern und Eltern." (Quelle: Projekt Klasse 2000)
Den eigenen Körper kennen lernen
Wer weiß, was er tut, wird es vermeiden, sich selbst Schaden zuzufügen: Spielerisch lernen Grundschüler die Vorgänge in ihrem Körper kennen. Mit diesem Wissen sollen sie gegen Suchtgefahren gestärkt werden.

Durch das Engagement von Schulleiterin Gudrun Rechter (hinten rechts) und Klassenlehrerin Henrike Beckmann haben die Kinder der Klasse 2d gerade ihren Verdauungstrakt kennen gelernt.

Den Weg der Nahrung verfolgte Gesundheitsberaterin Maren Horstmann mit den Kindern.Fotos (2): Düstersiek
Die Kerlchen machen Klimmzüge, hängen an den Füßen oder starten gerade zu einer Vorwärtsrolle am Seil. Mehr als 20 "Klaros" und auch "Klaras" hängen an der Decke im Raum der Klasse 2 d. Bereits im ersten Schuljahr haben die Jungen und Mädchen der Fritz-Reuter-Schule (FRS) die Figuren aus dicken Pfeifenreinigern und Styroporkugeln gebastelt.
Diese Arbeit markierte für die Kinder den Beginn eines Projekts, das sie während der gesamten Grundschulzeit begleitet. Denn "Klaro" ist ein helles Köpfchen. Das ursprüngliche Strichmännchen ist die Symbolfigur des Projekts "Klasse 2000". Bereits seit fünf Jahren beteiligt sich die Grundschule an der präventiven Aktion. Verschiedene Schritte des Konzepts werden in den Unterricht integriert. So sind Klassenlehrerinnen wie Henrike Beckmann immer wieder gefordert, die Inhalte mit Leben zu füllen. Eine Aufgabe, die auch ihnen Spaß macht.
Für neue Anstöße und Materialien sorgen speziell geschulte Gesundheitsberater, die in regelmäßigen Abständen in die Schulen kommen. In Tornesch ist das Maren Horstmann. Dreimal im Jahr besucht sie die Klassen und stellt neue Bereiche vor. Das geschieht auf spielerische Art. "Mir ist wichtig, dass die Kinder mit allen Sinnen erfahren, was sie lernen", so Horstmann. So gehört zum Bereich der Wirbelsäule nicht nur theoretisches Wissen, auch Massagen und eine Vertiefung der Erfahrung im Sportunterricht sorgen für ein nachhaltiges Ergebnis.
So früh wie möglich sollen die Grundschüler lernen, verantwortlich mit ihrer Gesundheit umzugehen. Je früher ein Bewusstsein für die Vorgänge im eigenen Körper gebildet wird, desto nachhaltiger werden Suchtgefahren später vermieden, haben Wissenschaftler bewiesen.
Ein Grundgedanke des Konzepts "Klasse 2000", den Schulleiterin Gudrun Rechter voll und ganz unterstützt. "Gesundheitsförderung gehört zu den wichtigsten Erziehungszielen unserer Grundschule. Wir können gar nicht früh genug damit anfangen, die Kinder gegen Suchtgefahren zu stärken und ihre Persönlichkeit umfassend zu fördern", so Rechter. Und das ist nicht einfach. Denn pro Klasse und Jahr kostet die Teilnahme 240 Euro. Ein Betrag, der seit dem Start des Projekts in der FRS von verschiedenen Sponsoren aufgebracht wird: Hellermann-Tyton, die Stadtwerke Tornesch, der Lionsclub Elmshorn, der Schulverein und die Sparkasse Südholstein gehören dazu. Weitere Information im Internet unter http://www.klasse2000.de/ (Pinnenberger Tageblatt)

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